Kindersicherheit auf YouTube

Die Videoplattform YouTube ist bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Neueste Kinotrailer, Musikvideos der Lieblingsband, Schminktipps oder lustige Tierfilme sind jederzeit verfügbar. Allerdings finden Sie auch Hass- und Gewaltvideos, Videos über selbstverletzendes Verhalten und Essstörungen und rassistische Hetze. Dieser Artikel beschreibt, wie die Nutzung von YouTube kindersicher eingerichtet werden kann.

Gleich vorweg: Eine hundertprozentige Sicherheit, dass Ihre Kinder keine jugendgefährdenden Inhalte zu Gesicht bekommen, gibt es auf keiner Videoplattform. Zu hoch ist  die Zahl der täglich neu erstellten Videos, als dass diese durch Personen geprüft werden könnten. Allein auf YouTube werden pro Minute 300 Stunden Videomaterial hochgeladen. Und technische Filter sind noch nicht ausgereift genug, um Texte und Videos wirksam zu filtern.

Trotz Verbot in den Community-Richtlinien von YouTube, sind jugendgefährdende Inhalte im Videoportal zu finden. Häufig finden sich abgefilmte Spielszenen aus Computerspielen, die in Deutschland auf Grund jugendgefährdender Inhalte durch die USK mit einem Alterslabel ab 18 versehen sind.

Kindersicherung für YouTube einrichten

Kinder im Vorschul- und Grundschulalter sollten YouTube nur mit elterlicher Begleitung nutzen. Ist dies nicht möglich, sollten Sie YouTube durch einen Jugendschutzfilter im Router oder auf dem Computer sperren.

Für ältere Kinder bietet YouTube den „sicheren Modus“ an. Ist dieser aktiv, werden in den Suchergebnissen anstößige Videos und Kommentare nicht angezeigt. Sicheren Modus einrichten: Navigieren Sie hierzu an das Ende einer beliebigen YouTube-Seite und Klicken auf die Schaltfläche „Sicherer Modus: Aus“.

Schaltfläche "Sicherer Modus: Aus" anklicken

Am Ende der Webseite befindet sich die Schaltfläche “Sicherer Modus: Aus”

Setzen Sie das darauf folgende Optionsfeld auf „An“ und Drücken die Schaltfläche „Speichern“, um die Konfiguration zu verlassen.

Optionsfeld "An" auswählen

Die Option “An” wählen und dann speichern.

Wenn Sie mehrere Browser auf einem Gerät nutzen, müssen Sie die Sperre für jeden Webbrowser erneut einstellen. Auch wenn Sie mehrere Windows-Benutzerkonten verwenden, muss für jedes Benutzerkonto die Konfiguration aller Webbrowser durchgeführt werden.

Sicheren Modus sperren

Allerdings dürften die Kinder recht schnell herausfinden, wie die Filterung wieder rückgängig gemacht werden kann. Sie können die Konfiguration gegen unerwünschte Änderung sperren, wenn Sie nach der Auswahl der Option “An” auf den Link „angemeldet“ klicken.

Link zur Anmeldung um Sperre dauerhaft einzurichten

Anmeldelink zum dauerhaften Sperren.

Danach müssen Sie sich an Ihrem Google-Benutzerkonto anmelden und anschließend auf den Link “Sicheren Modus in diesem Browser sperren“ klicken.

Dauerhafte Sperre der Kindersicherung auf YouTube

Der “Sichere Modus” kann dauerhaft gesperrt werden

Zum Schluss müssen Sie sich noch von Ihrem Benutzerkonto abmelden, damit die Sperre nicht umgangen werden kann. Werden allerdings im Internetbrowser die Cookies gelöscht, ist auch die Konfiguration des „sicheren Modus“ wieder gelöscht.

YouTube-App für Kinder

In den USA bietet Google seit Februar eine YouTube-App für Kinder an. Diese kann auf Smartphones und Tablets installiert werden. Die App soll kindgerechte YouTube-Inhalte bieten und kann von den Eltern konfiguriert werden, u. a. auch die Nutzungszeit. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die App auch in Deutschland verfügbar ist.