Auszug aus dem Ratgeber Kindersicherheit im Internet

6 SCHLUSSWORT

Bei den meisten elektronischen Geräten, die Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen, kann mithilfe technischer Maßnahmen verhindert werden, dass jugendgefährdende Inhalte dargestellt werden. Allerdings stellt die Konfiguration der Filter eine große Herausforderung auf Grund der Vielzahl der Hersteller und derer Modelle und der Vielfalt der Software dar.

Dazu kommen Aktualisierungen der Hersteller, die Funktionen ändern und neu hinzufügen. Auch neue Produktgenerationen erfordern das Interesse der Eltern, um auf den Stand des Nachwuchses zu bleiben. Hinzu kommt der Forschungsdrang der Jugendlichen, die versuchen werden, die technischen Einschränkungen zu umgehen. Selbst wenn Sie Ihre Geräte zu Hause optimal konfigurieren, können Ihre Kinder beim Besuch von Freunden oder auf dem Schulhof mit unerwünschten Medien konfrontiert werden.

Die auf Dauer einzige Lösung, Kinder vor problematischen Webseiten zu schützen, ist der Aufbau einer Medienkompetenz bei den Kindern selbst. Diese beinhaltet einen eigenverantwortlichen Umgang mit PC, Smartphones und Internet. Nur dadurch wissen Kinder, wie sie mit problematischen Inhalten umgehen sollen.

Sie können Kinder beim Erlernen der Medienkompetenz helfen, wenn Sie sich diesen als kompetenter Ansprechpartner im Bereich der neuen Medien zeigen und bei Fragen zur Verfügung stehen. Dazu müssen Sie sich selbst ein gewisses Maß an eigener Medienkompetenz aneignen. Halten Sie Ihr Wissen in diesem Bereich aktuell und interessieren Sie sich für die verwendeten Programme und Geräte Ihrer Kinder. Zur Entwicklung der Medienkompetenz bei Kindern gehört aber auch, dass Regeln für die Nutzung der neuen Medien aufgestellt und deren Einhaltung beachtet werden.