Auszug aus dem Ratgeber Kindersicherheit im Internet

4.4.2 GOOGLE ANDROID

Beschreibung

Bei einem Smartphone mit dem Betriebssystem Android von Google gelten wie bei einem einfachen Handy die gleichen Vorsichtsmaßnahmen, wie in Kapitel 4.3 „Handy“ beschrieben wurde. Daneben müssen noch die zusätzlichen Möglichkeiten eines Smartphones berücksichtigt werden. Dazu gehören überhöhte Gebührenrechnungen, Kosten für Zusatzangebote, Datenmanipulation und –Ausspähung, jugendgefährdende Webseiteninhalte sowie Nutzungskontrolle durch Fremde.

Risiken und Maßnahmen

Risiko Maßnahme
Überhöhte Gebührenrechnung
  • Auswahl eines passenden Prepaid-Tarifs ohne automatische Aufladung oder eines Tarifs mit Vertragsbindung
  • Auswahl eines Tarifs mit Internetflatrate
  • Information des Kindes über Kosten
  • Deaktivieren von Roaming
  • Kauf einer SIM-Karte eines ausländischen Netzbetreibers bei Auslandsaufenthalt
  • Sperre von Sonderrufnummern und Mehrwertdiensten von Mobilfunk- und Drittanbietern durch den Kundenservice des Providers
Kosten für Zusatzangebote
  • Verhinderung von In-App-Käufen
Datenmanipulation und –Ausspähung durch Dritte
  • Deaktivieren von WLAN, Bluetooth, Infrarot und NFC in den Geräteeinstellungen
Datenausspähung durch Apps
  • Installation von Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen
  • Prüfen der angeforderten Berechtigungen durch die App
  • Durchführen nur manueller Updates und dabei Berechtigungen der App prüfen
  • Verhinderung der Bekanntgabe von Standortdaten
Darstellung nicht altersgerechter Web-Inhalte
  • Installation von Vodafone Child Protect
  • Installation von Launcher und Zusatz-Apps
  • Einrichten eines gesicherten Heimnetzwerks
Nutzungskontrolle
  • Einrichten einer PIN-Sperre

Tabelle 9: Risiken und Maßnahmen bei Android

Android verfügt bis Version 4.2 über keine nennenswerten Jugendschutzfunktionen, um oben genannte Gefahrenquellen auszuschließen. Allerdings besteht über die Installation von zusätzlichen Apps aus dem Play Store die Möglichkeit, wesentliche Jugendschutzfunktionen nachzurüsten. Hierzu gibt es zwei Apps, die zu empfehlen sind. Die erste App bietet eine Vielzahl von Jugendschutzfunktionen und ist für Kinder bis etwa 12 Jahre ausreichend. Mit etwas Geschick können allerdings ältere Kinder die App umgehen. Deshalb kann mit der zweiten empfehlenswerten App ein sehr sicheres System eingerichtet werden. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Launcher, der tief in das System eingreift.