Auszug aus dem Ratgeber Kindersicherheit im Internet

4.4.2.2 SICHEREN LAUNCHER VERWENDEN

Bei der zweiten empfehlenswerten App handelt es sich um einen sogenannten Launcher. Der Launcher wird nach dem Start des Betriebssystems aktiv und kümmert sich um die Darstellung der installierten Apps auf dem Smartphone-Bildschirm. Die kostenlose App „Kids Place“ ersetzt den Standard-Launcher von Android und stellt nur die von den Eltern zugelassenen Apps dar.

Eltern markieren mit einem Häkchen die zugelassenen Apps. Solange die Systemeinstellungen und der Play Store ausgeblendet sind, kann das Kind keine Systemeinstellungen ändern oder Apps installieren. Eltern können die App „Kids Place“ über das Menü rechts oben konfigurieren, dazu müssen Sie eine selbstgewählte vierstellige PIN eingeben. Auch die Einstellung einer Nutzungszeit für das Smartphone kann über die App erfolgen. Weiterhin können der Internetzugang und das Telefon deaktiviert werden.

Zusätzlich muss eine Browser-App installiert werden, die jugendgefährdende Inhalte filtert. Für Android-Betriebssysteme bietet sich die kostenlose App von fragFINN an. Diese zeigt nur Webseiten an, die von Medienpädagogen geprüft wurden. Dies sind mittlerweile rund 10.000 Webseiten, deren Angebot sich an Kinder von 6 bis 12 Jahre richten. Diese Whitelist der kindersicheren Webseiten wird täglich geprüft und ergänzt.

Für ältere Kinder empfiehlt die Zeitschrift c’t „Ranger Pro Safe Browser“[1], der mit die beste Filterleistung im Test hatte. Zum Einsatz kommt hier eine Blacklist, die Webseiten ausfiltert, die in einer Sperrliste eingetragen sind. Allerdings beendet ein Druck auf den „Home-Button“ die Browser-App, das Kind landet dann auf der Android-Oberfläche und hat Zugriff auf alle weiteren Apps. Deswegen ist der Einsatz eines Launchers, wie oben beschrieben, notwendig.


[1] c’t 2013 Heft 5