Auszug aus dem Ratgeber Kindersicherheit im Internet

4.10 NETZWERK

Beschreibung

Als weitere Möglichkeit zu Hause, die Übertragung von jugendgefährdenden Inhalten zu unterbinden, ist die Absicherung des Netzwerks.
Dies ist vor allem sinnvoll, wenn Sie

  • Geräte mit Internetzugang verwenden, die keine Filtermöglichkeiten bieten, wie z. B. Smart-TV, Blu-ray-Player
  • Konfigurationsaufwand für mehrere unterschiedlicher Geräte vermeiden wollen, z. B. Windows-PC, Tablet-PC und Spiel-Konsole
  • einen zusätzlichen Schutz zu den einzelnen Gerätekonfigurationen einsetzen möchten.

Selbst wenn alle genutzten Geräte von den Eltern bestmöglich konfiguriert wurden, besteht auch die Möglichkeit, dass versucht wird, die Sperren zu umgehen. Wenn die Kinder ein technisches Verständnis entwickelt haben, ist es oft ein Leichtes, Tipps zu finden, wie die Einschränkungen der einzelnen Geräte umgangen werden kann. Als Tippgeber dienen unter anderem:

  • Internet
  • Freunde und Klassenkameraden
  • Computer- und Spielezeitschriften.

Einfaches Beispiel ist die Umgehung der gesicherten PC-Konfiguration durch Start des PC mit USB/CD/DVD-Medien, die ein vorkonfiguriertes Betriebssystem besitzen. Dadurch wird das Betriebssystem von diesem Datenträger gestartet und die vorgenommene sichere Konfiguration wird nicht aktiviert. Diese Datenträger liegen Computerzeitschriften bei oder können kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden.

Durch die Absicherung des Heimnetzwerks können Sie eine weitere Schutzstufe zu den in den vorherigen Kapiteln beschriebenen Einzelkonfigurationen schaffen. Diese Stufe bietet einen zusätzlichen Schutz vor Umgehung der Gerätekonfiguration und schützt auch alle eigenen und fremden tragbaren Spielkonsolen, Smartphones und Tablet-PC, die im Heimnetzwerk über WLAN betrieben werden.

In der folgenden Grafik erhalten Sie einen Überblick, welche Geräte ein gesichertes Heimnetzwerk abdeckt. Allerdings ist auch ersichtlich, dass es Sinn macht, einzelne tragbare Geräte separat abzusichern, da diese per Mobilfunk oder ein fremdes WLAN ins Internet gelangen können. Zu den mobilen Geräten, die auf jeden Fall eine sichere Gerätekonfiguration benötigen, gehören Smartphones, Tablet-PC, Laptop und mobile Spielkonsolen.

4.10-109-Netzwerk-Sicherheitskonfiguration

Abbildung 109: Grenzen der Sicherheitskonfiguration

Konfiguration der Maßnahmen

Die Einrichtung eines gesicherten Heimnetzwerks wird am Beispiel der Fritz!Box, einem Router der Firma AVM, beschrieben, da diese den größten Marktanteil im Privatbereich in Deutschland besitzen.