Auszug aus dem Ratgeber Kindersicherheit im Internet

4.10.2.6 FRITZ!BOX-HINWEISE

AVM bietet ein Video[1] auf YouTube an, dass die Einrichtung der Kindersicherung zeigt. Für Computer mit Windows-Betriebssystem hält AVM die Zusatzsoftware „Fritz!Box Kindersicherung“ bereit, die auf der Hersteller-Webseite heruntergeladen werden kann. Dadurch bekommen Sie die Möglichkeit, die Kindersicherungskonfiguration für einzelne Benutzerkonten unterschiedlich einzurichten, statt nur eine Konfiguration für den kompletten Computer zu erstellen. Allerdings empfehle ich Ihnen hier die Windows-Erweiterung „Familiy Safety“, da diese erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten bietet.

Neuere Stationäre PC und Notebooks bieten mittlerweile zwei Netzwerkschnittstellen an: per Kabel und per WLAN. Waren/sind beide Schnittstellen aktiv im Netzwerk, zeigt die Fritz!Box zwei Einträge in der Geräteübersicht an. Jede Schnittstelle nutzt eine eigene Netzwerkadresse und muss deswegen jeweils eine eigene Konfiguration der Kindersicherung erhalten!

Im Internet kursieren sehr viele Anleitungen, wie die Fritz!Box-Kindersicherung umgangen werden kann. Wenn Sie

  • die Konfiguration der Fritz!Box durch ein Kennwort sichern
  • neuen Endgeräten keinen Internetzugriff ohne Kindersicherungs-Konfiguration in der Fritz!Box gewähren
  • Kindern keine Administrator-Rechte auf den Endgeräten einräumen,

dann kann die Kindersicherung nur umgangen werden, wenn die Konfiguration der Fritz!Box in den Auslieferungszustand zurückgesetzt wird. Aber dann fehlt auch die Einstellung für den Internet-Service-Provider, wodurch für kein Gerät Internetzugang besteht. Dies dürfte dann aber sehr schnell auffallen und zu einem klärenden Gespräch mit dem Kind führen.

Die Fritz!Box-Router der Firma AVM bieten einen Filter auf Basis des sogenannten BPJM-Moduls der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPJM). Allerdings sollten Sie sich nicht allein auf die Filterung durch das BPJM-Modul verlassen. Dieses enthält nur Webseiten, die von der BPJM geprüft und in den Index aufgenommen worden sind. Webseiten, die nicht gemeldet wurden, oder die nicht den Kriterien für eine Sperre entsprechen, werden weiterhin angezeigt. Deshalb ist ein zusätzlicher Inhaltsfilter ratsam. Das BPJM-Modul bietet immerhin einen Basisschutz, der zumindest besser als gar kein Schutz ist. Näheres erfahren Sie, wenn Sie auf den Link „BPJM-Modul“ auf der Fritz!Box-Konfigurationsseite klicken.

Falls Sie sich einen neuen Router kaufen wollen, sind neben AVM mit den Fritz!Box-Modellen vor allem Geräte der folgenden Hersteller aus Sicht des Jugendschutzes interessant:

  • Netgear: Filterung per OpenDNS, Konfiguration von Nutzungszeiten
  • Draytek: Integration des kostenlosen BPJM-Moduls, Jahreslizenz für FragFINN-Jugendschutzfilter (Whitelist).