Auszug aus dem Ratgeber Kindersicherheit im Internet

4.1.5 FAZIT

Bei Microsoft Windows, ab der Version Windows Vista, und bei Apple Macintosh-Systemen ab OS X Version 10.4, sind bereits sehr gute und kostenlose Jugendschutzlösungen enthalten. Bevor Sie zu den vielfach beworbenen Kaufprodukten für Kinder- und Jugendschutz greifen, sollten Sie die vorhandenen Jugendschutzfunktionen Ihres Betriebssystemherstellers aktivieren.

Eventuell beinhaltet auch Ihr eingesetztes Antivirenpaket eine Sicherheitslösung, die die zusätzlich gewünschten Funktionen bereits gleichfalls integriert hat. Nur wenn Sie darüber hinaus zusätzliche Funktionen oder Schutz für andere Betriebssysteme wünschen, macht ein separates Kinder- und Jugendschutzprogramm Sinn.

Alle Lösungen müssen jedoch mindestens jährlich geprüft werden, ob die gewählten Einstellungen für die jeweilige Altersstufe noch passend sind. Durch zunehmende Erfahrung und Reife des Kindes reicht der Raum, den eine Whitelist bietet, irgendwann nicht mehr aus. Dann muss der Wechsel zu einer Blacklist erfolgen.

Mit kleinen Kindern sollte man zuerst gemeinsam beginnen, die neue Medienwelt zu erkunden. Mit steigender Erfahrung des Kindes können die Zeiten ohne Aufsicht der Eltern dann ausgedehnt werden. Obwohl die technischen Inhaltsfilter mittlerweile sehr gut sind, können weiterhin unerwünschte Webinhalte durchrutschen. Filterprogramme reichen nicht aus, um die bestehende Aufsichtspflicht der Eltern komplett zu ersetzen.