Auszug aus dem Ratgeber Kindersicherheit im Internet

4.1.2 ANERKANNTE JUGENDSCHUTZPROGRAMME

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) ist in Deutschland für die Anerkennung von Jugendschutzprogrammen zuständig. Diese Programme können die freiwillige Altersklassifizierung der Webseitenanbieter auslesen. Hier klassifiziert der Webseitenanbieter selbst, ob und für welche Altersgruppe sein Inhalt geeignet ist. Bei den bisher angebotenen Jugendschutzprogrammen auf dem Markt, entscheidet der Softwarehersteller, ob eine Webseite angezeigt wird oder nicht.

Bisher wurden nur die Jugendschutzprogramme von JusProg e.V. und der Telekom von der KJM anerkannt. Der kostenlose Download ist auf den Seiten von JusProg e.V.[1] und Telekom[2] möglich.

Ein anerkanntes Jugendschutzprogramm muss mindestens folgende Kriterien erfüllen:

  • Nutzerautonomie
  • Blacklists
  • Whitelists
  • Altersdifferenzierter Zugang
  • Alterskennzeichnung der Anbieter

Weitere Jugendschutzprogramme

Viele Antivirenhersteller bieten mittlerweile in ihren kostenpflichtigen Produkten Kinderschutzfunktionen an. Hier sind zu nennen Avira, BitDefender, GData, Kaspersky und Norton. Hersteller von reiner Kinderschutzsoftware sind Blue Coat, Cybersitter, GlobRob, NetNanny und Salfeld.

Die Computerzeitschrift c’t testete in der Ausgabe 5/2013 die Kinderschutzprogramme der oben genannten Hersteller in den Kategorien Bedienung, Funktionsumfang, Filterwirkung und Sicherheit gegen Manipulation. Als einziges Programm erhielt „Kindersicherung 2012“ von Salfeld[3] eine Bewertung mit „gut“ in allen vier Kategorien.

Empfehlung

Bevor Sie zu einem Kaufprodukt greifen, sollten Sie die vorhandenen kostenlosen Jugendschutzfunktionen Ihres Betriebssystemherstellers aktivieren, die vielleicht Ihre Anforderungen bereits erfüllen.

[1] http://www.jugendschutzprogramm.de/index.php
[2] http://www.t-online.de/kinderschutz
[3] http://salfeld.de