Auszug aus dem Ratgeber Kindersicherheit im Internet

4.1.1 JUGENDSCHUTZSOFTWARE

Der Softwaremarkt bietet zum Schutz für Kinder und Jugendliche vor allem für das Betriebssystem Windows viele Produkte an. Diese unterscheiden sich im Umfang der Funktionen und im Preis. Einfache Produkte bieten nur einen Inhaltsfilter für Webseiten an, während sich die umfangreichen Angebote mit Inhaltsfilter, Zeitsteuerung, Programmfilter und Nutzungsüberwachung auszeichnen. Dabei sollten die Einstellungen getrennt für Kinder unterschiedlichen Alters gespeichert werden können.

  • Inhaltsfilter prüfen aufgerufene Webseiten auf unerwünschte Inhalte. Die Seiteninhalte werden in der Regel durch Textfilter geprüft. Tauchen unerwünschte Wörter oder Wortteile auf, werden die Seiten geblockt und nicht angezeigt. Zusätzlich werden sogenannte White- und Blacklists verwendet. Eine Whitelist oder Positivliste enthält nur die zulässigen Webadressen, die gefahrlos aufgerufen werden dürfen. Alle nicht aufgeführten Webadressen werden nicht angezeigt. Stattdessen enthält die Blacklist oder Negativliste alle Adressen, die nicht besucht werden dürfen. Alle anderen Webadressen dürfen besucht werden.
  • Mit der Zeitsteuerung können Nutzungszeiten festgelegt und die Nutzungsdauer des Computers eingeschränkt werden.
  • Mit Programmfiltern können gezielt Programme und Spiele erlaubt oder verboten werden.

Eine Nutzungsüberwachung ermöglicht den Erziehungsberechtigten nachzuvollziehen, welche Internetseiten und welche Programme das Kind aufgerufen hat.