Auszug aus dem Ratgeber Kindersicherheit im Internet

1 Vorwort

Das Internet ist aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Es ermöglicht uns die schnelle Beschaffung von Informationen und dient zur Abwicklung von Geschäften. Den nächsten Urlaub buchen, ein neues Kochrezept suchen oder bei Wikipedia einen Fachbegriff nachschlagen. Es wurden viele neue Dienstleistungen und Angebote geschaffen, die Vieles einfacher machen. Im Beruf und der Ausbildung sind Computer- und Internetkenntnisse bereits Voraussetzung.

Es gibt aber auch Angebote im Internet, deren Inhalte jugendgefährdend und damit nicht für Kinder geeignet sind. Hierbei handelt es sich nicht nur um Internetseiten mit pornografischen, rassistischen, gewaltverherrlichenden oder rechtsradikalen Inhalten, sondern auch um bedenkliche Webseiten zu Themen wie Magersucht, Essstörungen, Suizid oder Drogen. Mit Hilfe der Suchmaschinen können diese Inhalte relativ leicht gefunden werden – absichtlich oder versehentlich. Damit Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung keinen Schaden nehmen, müssen sie davor bewahrt werden, in Kontakt mit diesen Inhalten zu treten.

Der verkehrte Weg ist es, den Umgang mit PC und Spielkonsolen und den Zugriff auf das Internet zu verbieten. Den Kindern wird die Möglichkeit genommen, sich in unserer Informationsgesellschaft zurechtzufinden. Ein riesiges Informationsangebot wird ihnen vorenthalten. Kenntnisse im Umgang mit dem Computer sind mittlerweile Grundvoraussetzung, um am öffentlichen Leben teilzunehmen. Fahrkartenautomaten, Navigationssysteme, Handys und auch Fernseher enthalten Computer, die Informationen aus dem Internet verwenden.

Die einzige Möglichkeit, Kinder behutsam an die Nutzung von Computern und das Internet heranzuführen, ist, sie bei der Nutzung der neuen Medien zu begleiten. Dazu ist es notwendig, einerseits die technischen Möglichkeiten so zu beschränken, dass nur noch ungefährliche Inhalte angezeigt werden und andererseits, die Medienkompetenz der Kinder zu entwickeln, damit diese in späteren Jahren ohne Einschränkung mit den neuen Medien selbstständig umgehen können.