Apple bietet mehr Kosten-Transparenz beim App-Kauf

Bestimmt hat Sie Ihr Kind auch schon gefragt, ob es das neue spannende Spiel aus dem App-Store herunterladen darf, dass alle Klassenkameraden spielen. Es kostet schließlich nichts. Umso größer war die Überraschung bei der nächsten Kreditkartenabrechnung, auf der Beträge für In-App-Käufe abgebucht wurden. Apple lenkt nun ein und bietet mehr Transparenz bei den Kosten für Apps.

Das Freemium-Geschäftsmodell

Viele Anwendungen werden in den App-Stores von Google und Apple nach dem sogenannten Freemium-Geschäftsmodell vertrieben. Hierbei handelt es sich um eine Zusammensetzung aus den beiden Wörtern „free“ und „Premium“. Dies bedeutet, dass die Grundversion der Anwendung kostenlos (=free) ist, wer aber bessere Funktionen haben möchte, muss die kostenpflichtige Premium-Version erwerben.

Teure In-App-Käufe

Vor allem in Spielen kann es durch In-App-Käufe teuer werden. Dabei können sich die Kosten für Zusatzkäufe auf mehrere Hundert Euro pro Monat summieren. Nachdem die EU-Kommission kritisiert hatte, dass Verbraucher nicht ausreichend vor In-App-Käufen geschützt sind, lenkt Apple nun ein. Apple bezeichnet nun im iTunes-Store eine kostenlose App nicht mehr als gratis, wenn In-App-Käufe möglich sind. Dazu wurde auch die Beschriftung der Download-Schaltfläche geändert. Anstatt „Gratis“ lautet die Beschriftung nun „Laden“.

Google hatte bereits im September reagiert und auf die Wörter „free“ und „kostenlos“ verzichtet, wenn innerhalb der App Zusatzkäufe möglich sind.

Wie Sie In-App-Käufe generell auf dem Smartphone oder Tablet-PC verhindern können, erfahren Sie im Buch „Kindersicherheit im Internet“.